Gitarre Pur

Virtuose Brillanz auf sechs Saiten

Kompositionen von J.S. Bach, Francisco Tárrega, Enrique Granados, Niccolò Paganini u.a.

Termin:
So, 7. Oktober 2018

17:00 Uhr

Kartenpreise:
25€/15€

Spielstätte:
Mühle Zanders, Nettetal

Die Gitarre gilt als typisch spanisches Instrument. Doch im 19. Jahrhundert war auch Wien ein Zentrum für Gitarrenvirtuosen. Mit seinem Werk, das von Zeitgenossen mit Kompositionen von Franz Liszt, Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy verglichen wurden, steht Johann Kaspar Mertz am Ende der Wiener Gitarrentradition. Seine «Tarantella» entführt den Zuhörer in das Land Italien, das mit Maurio Giuliani oder Ferdinando Carulli ebenfalls einflussreiche Gitarren-Komponisten hervorbrachte.

Weniger bekannt ist, dass auch der italienische „Teufelsgeiger“ Niccolò Paganini ein begnadeter Gitarrist war, der Mindestens 104 Solostücke für Gitarre hinterließ. Beispielhaft für sein umfangreiches Werk steht das Capriccio Nr. 5, das seinem Interpreten Raum für virtuose Brillanz gibt.

In Spanien selbst nutzten Komponisten bewusst die Gitarre, die eine zentrale Rolle im Flamenco und der Volksmusik Andalusiens spielt, als sie sich im 19. und 20. Jahrhundert daran machten, eine spanische Nationalmusik zu erschaffen. In vielen ihrer Werke beschwören sie den Klang der Gitarre, auch wenn das Instrument selbst nicht zwingend in ihren Partituren auftaucht.

Entsprechend ist es folgerichtig, dass Mircea Gogoncea die von Joaquim Malats für Klavier geschriebene «Seranata española» in einer Fassung für Gitarre eingerichtet hat, die den gitarristischen Geist der Komposition einfängt.

Der in Lleida geborene Enric Granados schrieb seine «Valses sentimentales» ebenfalls für das Klavier. Auf der Gitarre interpretiert klingen die Stücke ursprünglicher und kraftvoller als im Original.

Francesc Tàrrega wirkte die meiste Zeit seines Lebens in Barcelona und wurde zu einem der bedeutendsten Gitarristen des 20. Jahrhunderts. Mit Werken wie «María» und «Recuerdos de la Alhambra» schrieb er Klassiker des Repertoires, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben.

Johann Sebastian Bach schrieb natürlich nicht für die moderne Konzertgitarre, doch seine Werke für Laute wie das Präludium und die Fuge BWV 998 gehören zu den kunstvollsten und forderndsten Gitarrenwerke und sind bis heute ein Prüfstein für jeden Instrumentalisten.

Text: Dr. Michael Vogt

Künstler:

MIRCEA STEFAN GOGONCEA - GITARRE

geboren 1991 in Bukarest, Rumänien, erhielt bereits im Alter von vier Jahren seinen ersten Gitarrenunterricht. Seit 2009 wohnt er in Düsseldorf, wo er sein Konzertexamen bei Prof. Joaquín Clerch 2017 mit Bestnote abschloss. Gleichzeitig studierte er 2013 bis 2016 an der Royal Academy of Music in London bei Michael Lewin, David Russell und Fabio Zanon und beendete sein dortiges Studium 2017 mit dem «Advanced Diploma» und Auszeichnung.

Mit einer Gesamtzahl von 165 Preisen zählt er zu einem der meist ausgezeichneten klassischen Gitarristen weltweit. Bereits vor Beginn seines Hochschulstudiums wurde er zweifach vom rumänischen Erziehungsministerium zum Schüler mit den meisten Preisen aller Zeiten erklärt. Zu seinen repräsentativsten Auszeichnungen zählen der Erste Preis bei der Guitar Foundation of America Youth Solo Competition 2007 in Los Angeles/USA, der Publikumspreis beim Francisco Tárrega Gitarrenwettbewerb 2010 in Benicàssim/Spanien, der Erste Preis beim Julián Arcas Gitarrenwettbewerb 2013 in Almería/Spanien und der Erste Preis beim Stefano Strata Gitarrenwettbewerb 2014 in Pisa/Italien. 2016 erspielte er sich jeweils den Zweiten Preis beim renommierten Concurso Internacional de Guitarra de la Habana/Kuba und dem Concurso Internacional de Guitarra Clásica Gredos San Diego Madrid/Spanien, in dessen Rahmen ihm auch der Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks (Joaquín Clerch: Guitarresca Gredos San Diego) verliehen wurde.

Sein Orchesterdebüt gab er im Alter von dreizehn Jahren zusammen mit dem Nationalorchester des Rumänischen Rundfunks. Seither trat er auf fünf Kontinenten in über 350 Konzerten sowie Radio- und Fernsehsendungen auf. Im August 2014 debütierte er in China mit einem Solo- und Kammermusikabend in der China Concert Hall in Peking und im ältesten Konzerthaus Schanghais, dem Lyceum Theatre. Zu seinen Projekten 2016 zählte eine dreiwöchige Kammermusiktournee durch Peru, ein Doppelkonzert für Gitarre, Geige und Orchester in London, Meisterkurse in Israel und Peru sowie Soloauftritte bei zahlreichen Festivals und Konzertreihen.

Künstler/Besetzung

MIRCEA GOGONCEA
GITARRE

Karten für dieses Konzert:

Karten über Mühle Zanders

www.geigenbau-zanders.de
Telefon: 02153 4633

Öffnungszeiten:
Di. – Fr.: 9 – 12.30 Uhr & 15 – 18 Uhr
Sa.: 9 – 12.30 Uhr

Kartenpreise: 25,- € / erm. 15,- €
Die Karten werden per Post zugeschickt. Es fallen keine weiteren Gebühren an.

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