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Die Konzerte

ÖFFENTLICHE PROBEN

Blue Classics
Sonntag, 21.8., 17 Uhr
Innenhof Schloss Dyck

Das Konzert ist für den Festsaal ausverkauft.
Schönwetterkarten sind weiterhin erhältlich.

Opera virtuosa
Samstag, 03.9., 19 Uhr
Kirche Wickrathberg

Beleza – Música do Brasil
Sonntag, 18.9., 16 Uhr
Schloss Dyck


Klang, Bewegung, Raum
Freitag, 23.9., 19:30 Uhr
Langen Foundation

Das Konzert ist ausverkauft.

Erlkönigs Verwandlung
Sonntag, 13.11., 17 Uhr
Robert Schumann Saal

 

Durch Anklicken der Fotos finden Sie ausführliche Informationen zu den Künstlern

Sonntag, 21. August, 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Schloss Dyck

Blue Classics

SIGNUM STREICHQUARTETT
ANETTE MAIBURG – FLÖTE
MATHIAS HAUS – VIBRAPHON
ANDRÉ NENDZA – BASS
ESTHER BERLANSKY – GESANG

SIGNUM QUARTETT
ANETTE MAIBURGMATHIAS HAUSANDRÉ NENDZAESTHER BERLANSKY


Klassik und Jazz im Dialog
Klassische Komponisten wie Bach oder Beethoven hört man regelmäßig auch in Jazzkellern oder entdeckt ihre Namen auf Alben berühmter Jazzmusiker. Umso seltener findet Jazz im klassischen Musikbetrieb statt. Starres Schubladendenken und eine gewisse Skepsis gegenüber dem Jazz halten sich hartnäckig in den Köpfen vieler Veranstalter, Musiker und Konzertbesucher. Doch Ausnahmen gab und gibt es: Als der Jazz seinen weltweiten Siegeszug antrat, zeigten sich auch klassische Komponisten in Europa von den Einflüssen aus der Neuen Welt fasziniert und experimentierten mit jazzigen Rhythmen und Harmonien, die sie in ihr eigenes Werk integrierten. Einer der ersten Komponisten, die sich intensiv mit der erfrischenden amerikanischen Musik auseinandersetzten, war Erwin Schulhoff. Seine "Fünf Stücke für Streichquartett" und seine "Fünf Jazzetüden" sind nicht nur Beispiele der intensiven Beschäftigung mit dem Jazz durch den Deutschböhmen, den die Nazis als "entartet" brandmarkten. Sie stehen auch für die weltoffenen und toleranten Tendenzen in Europa, die in Faschismus und Weltkrieg ein gewaltsames Ende finden sollten. Auf der anderen Seite des Atlantiks trat George Gershwin in einen fruchtbaren Dialog mit diversen Formen des Jazz und der Unterhaltungsmusik. Gershwins "Lullaby for Strings" gehört zu seinen eher dem klassischen Formkanon verpflichteten Kompositionen und reizte den bekannten Jazzpianisten Herbie Hancock zu einer eigenen Fassung. Diese ist wiederum die Grundlage für ein eigens für "Blue Classics" entstandenes Neuarrangement für Instrumentalensemble.

Mit Musikern aus dem Klassik- und Jazzbereich lenkt das unter der Leitung von Anette Maiburg entstandene Programm "Blue Classics" den Blick auf das kreative Potenzial, das sich aus dem intensiven Dialog zwischen Klassik und Jazz ergeben kann. Neu arrangierte Werke von Johann Sebastian Bach, Claude Debussy oder Astor Piazzolla offenbaren jazzigen Groove und erklingen auf einmal ganz anders. Und Musik von Jazz- und Soulgrößen wie Pat Metheny oder Bill Withers werden mit klassischem Klangsinn in ein neues Licht gerückt.