Gypsy Dreams

Eine musikalische Hommage an den Balkan

Kompositionen von Pablo Sarasate, Miroslav Tadic, George Enescu, Nenad Vasilic u.a.

Termin:
So, 01.09.2019

17:00 Uhr

Kartenpreise:
25€/15€

Spielstätte:
Schloss Dyck, Jüchen

Die Balkanregion ist ein pulsierender Schmelztiegel, in dem eine der spannendsten Musikkulturen unseres Kontinents entstand. Zu den Einflüssen der verschiedenen Volksgruppen, Sprachen und Religionen, die den Raum geprägt haben, kommt die legendäre Musikalität der Roma. Dieser vielfältige Musikkosmos voller Leidenschaft und rhythmischer Ausgelassenheit inspirierte klassische Komponisten wie Sarasate oder Monti zu ihren „Zigeunerweisen“ und Czardas-Fantasien. Im Dialog mit authentischen Balkanklängen zeigt sich, dass ihre Hommagen bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt haben.

Dragan Ribic

Dragan Ribic ist ein aufstrebender junger Akkordeonist aus Bosnien und Herzegowina. Er hat ein Bachelorstudium an der Akademie für Musik in Ost Sarajevo abgeschlossen und studiert seit Oktober 2013 im Masterstudium (Solist-Akkordeon) und seit April 2015 im Masterstudium (Instrumentalpädagogik-Akkordeon) bei Prof. Grzegorz Stopa an der Hochschule für Musik Detmold.
Er nimmt regelmäßig an internationalen Akkordeonfestivals und Wettbewerben teil. Beim Wettbewerb „Tage des Akkordeons" in Smederevo (Serbien) gewann Dragan Ribic 2006, bei seiner erstmaligen Teilnahme, einen  1. Preis, 2008 einen 2. Preis und 2009 dann wieder einen 1. Preis, jeweils in der Kategorie Akkordeon Solo. Im gleichen Jahr hat er auf dem ersten internationalen Wettbewerb im griechischen Kozani einen 2. Preis und auf dem internationalen Wettbewerb „Accoholiday" in Kiev einen 3. Preis errungen. In den Jahren 2010, 2011 und 2012 gewann er beim internationalen Akkordeonfestival in Sarajevo jeweils den 1. Preis in der Kategorie Akkordeon Solo. Im Jahr 2015 schließlich gewann er auf dem siebten internationalen Musikwettbewerb und Festival für Solisten und Kammermusik Svirel in Nova Gorica (Slowenien) einen 1. Preis in der Kategorie Akkordeon Solo und einen Spezialpreis „Performance" im Konzertzyklus „Junge Virtuosen" beim Ljubljana Festival in der Saison 2015/16.
Dragan Ribic absolvierte u.a. Meisterkurse bei Teodoro Anzzelotti und Janne Rättyä.
Der Akkordeonist verfügt über ein vielfältiges Repertoire an klassischer Musik, das Barockmusik wie auch Originalwerke für das Instrument und Unterhaltungsmusik (Walzer, Tango, Jazz-Standards) umfasst.

Karina Buschinger

Karina Buschinger begann im Alter von sechs Jahren mit dem Geigenspiel bei ihrer Mutter. Dann Studium bei Prof. Rainer Kussmaul in Freiburg. Meisterkurse bei Prof. Igor Ozim, Herrmann Krebbers, Miriam Fried und Dmitri Sitkovetsky folgten. 2003 war sie Finalistin des Int. Kulenkampff Wettbewerbs, des ARD-Wettbewerbs München sowie des Deutschen Musikwettbewerbs. Sie war zu Gast bei zahlreichen Festivals: Beethovenfest Bonn, Schloss Elmau, Schleswig-Holstein Musikfestival und Schwetzinger Festspiele. Im Mai 2006 musizierte sie beim Kammermusikfestival „Chamber Music Connects the World“ der Kronberg Academy gemeinsam mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Frans Helmerson. Sie ist Dozentin der Villa Musica in Mainz und Mitglied des Ensemble Gagliano mit Julian Steckel und Aline Saniter.

Anette Maiburg

Die ECHO-Klassik-Preisträgerin Anette Maiburg ist eine Flötistin mit vielen Facetten. Jenseits ihrer fundierten klassischen Ausbildung, ihrer Tätigkeit als gefragte Solistin, Orchester- und Kammermusikerin ist Anette Maiburg als feinsinnige Musikforscherin immer auf der Suche nach neuen musikalischen Wegen. So entstehen in Zusammenarbeit mit internationalen Spitzenmusikern unterschiedlicher Genres faszinierende Dialoge zwischen klassischer Musik und anderen Musikwelten. Als Künstlerische Leiterin des Niederrhein Musikfestivals hat sie mit der „Classica“ CD- und Konzertreihe die Musik Kubas, Argentiniens, Venezuelas, Spaniens, Frankreichs und Brasiliens mit klassischem Klangsinn neu interpretiert. Maiburg entwickelt überraschende Konzertprogramme mit renommierten Chansonniers, Tänzern, Malern und Schauspielern. Darüber hinaus inspiriert sie zeitgenössische Komponisten dazu, das Flötenrepertoire mit anspruchsvollen neuen Werken zu bereichern, die sich als Ersteinspielungen in ihrer umfangreichen Diskographie wiederfinden. Nachdem sie an den Hochschulen Köln und Lübeck als Dozentin tätig war, ist es ihr heute ein zentrales Anliegen, ihre Erfahrungen in Meisterkursen an den künstlerischen Nachwuchs weiterzugeben. In Projekten wie „Ein Klang – Klassische Musik & Graffiti Art“ verbindet sie live Musik mit bildender Kunst und begeistert damit Jugendliche für die Klassik.

 

Mircea Gogoncea

Mircea Gogoncea geboren 1991 in Bukarest, Rumänien erhielt bereits im Alter von vier Jahren seinen ersten Gitarrenunterricht. Seit 2009 wohnt er in Düsseldorf, wo er sein Konzertexamen bei Prof. Joaquín Clerch 2017 mit Bestnote abschloss.Gleichzeitig studierte er 2013-2016 an der Royal Academy of Music in London bei Michael Lewin, David Russell und Fabio Zanon, welches er ebenfalls 2017mit dem „Advanced Diploma“ und Auszeichnung beendete.

Mit einer Gesamtzahl von 165 Preisen zählt er zu einem der meist ausgezeichneten klassischen Gitarristen weltweit. Bereits vor Beginn seines Hochschulstudiums wurde er zweifach vom rumänischen Erziehungsministerium zum Schüler mit den meisten Preisen aller Zeiten erklärt. Zu seinen repräsentativsten Auszeichnungen zählen der 1. Preis beim Guitar Foundation of America Youth Solo Competition 2007 in Los Angeles/USA, der Publikumspreis beim Francisco Tárrega Gitarrenwettbewerb 2010 in Benicàssim/Spanien, der 1. Preis beim Julián Arcas Gitarrenwettbewerb 2013 in Almería/Spanien und der 1. Preis beim Stefano Strata Gitarrenwettbewerb 2014 in Pisa/ Italien. 2016 erspielte er sich jeweils den 2. Preis beim renommierten Concurso Internacional de Guitarra de la Habana/Kuba und dem Concurso Internacional de Guitarra Clásica Gredos San Diego Madrid/Spanien, in dessen Rahmen ihm auch der Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks (Joaquín Clerch: Guitarresca Gredos San Diego) verliehen wurde.

Sein Orchesterdebüt gab er im Alter von 13 Jahren zusammen mit dem Nationalorchester des Rumänischen Rundfunks. Seither trat er auf fünf Kontinenten in über 350 Konzerten, Radio- und Fernsehsendungen auf. Im August 2014 debütierte er in China mit einem Solo- und Kammermusikabend in der China Concert Hall in Beijing und im ältesten Konzerthaus Shanghais, dem Lyceum Theatre. Zu seinen Projekten 2016 zählte eine dreiwöchige Kammermusiktournee durch Peru, ein Doppelkonzert für Gitarre, Geige und Orchester in London, Meisterkurse in Israel und Peru sowie Soloauftritte bei zahlreichen Festivals und Konzertreihen.

Nenad Vasilic

Nenad Vasilić wuchs mit der reichen Folklore-Tradition des Balkan auf; er lernte zunächst Klavier und wechselte dann zum Kontrabass. Traditionelle Musik, die Musik der Roma und die Liebe zum Jazz beeinflussten ihn bereits als Jugendlichen. Mit 16 Jahren spielte er als Bassist in der lokalen Jazzszene. Nach dem Jazz-Studium an der Kunstuniversität Graz zog er nach Wien und ist dort seitdem ein gefragter Kontrabassist. Unter anderem arbeitete er mit Richie Beirach, Petar Ralchev, Bojan Z, Steve Gut, Mark Murphy und Sheila Jordan.

1998 gründete er seine eigene Band. Als Bandleader und Komponist fusioniert Vasilić die Musik seiner Heimat mit dem Jazz; der ORF hat deren Grundidee als „kosmopolitischer Balkan-Jazz“ beschrieben. Mehr als 40 Originalkompositionen hat er auf neun Alben unter eigenem Namen veröffentlicht. 2004 wurde sein Album Nenad Vasilić Balkan Band Live: Joe Jack ist Back für den Hans-Koller-Preis nominiert.

Öffentliche Probe

31.08.2019 | 14 - 15 Uhr

Haus Katz
Alleestr. 1, 41363 Jüchen

Eintritt frei!

Künstler/Besetzung

Dragan Ribic
Akkordeon

Karina Buschinger
Violine

Anette Maiburg
Flöte

Mircea Gogoncea
Gitarre

Nenad Vasilic
Kontrabass


SCHLOSS DYCK | Dycker Straße, 41363 Jüchen