Wir stellen vor: das Niederrhein Musikfestival

„Ich hole mir die Welt an den Niederrhein.“

Anette Maiburg, Künstlerische Leiterin des Niederrhein Musikfestival

 

Das Niederrhein Musikfestival ist fester Bestandteil der niederrheinischen Kulturlandschaft und strahlt weit über die Region hinaus. 2005 von der Künstlerischen Leiterin Anette Maiburg auf Schloss Dyck initiiert, prägt das Festival vielfältige Konzertorte am Niederrhein.

Von anderen Klassischen Musikreihen unterscheidet sich das Niederrhein Musikfestival durch innovative Neuproduktionen, mit denen Anette Maiburg überraschende Schwerpunkte setzt, um unterschiedliche Künste wie Malerei, Streetart, Schauspiel oder Tanz mit Musik zu verbinden.

Das Festival setzt mit seinen Konzepten Impulse für neue Ideen und Sichtweisen auf Kunst und Gesellschaft. Im Rahmen von Musikvermittlungsprojekten werden diese Denkanstöße auch an Schulen gebracht, wo Klassen durch die Künstlerinnen und Künstler der Programme Einblick in die Musik und ihren soziokulturellen Hintergrund erhalten. Die Projekte entstehen in enger Zusammenarbeit von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt sowie Musikerinnen und Musikern aus unterschiedlichen Bereichen wie Klassik, Folk, Chanson oder Jazz. In offenen Werkstattprozessen erarbeiten sie Programmideen und inspirieren sich gegenseitig.

Das Publikum kann daran direkt im Rahmen von kostenfreien Werkstattkonzerten teilhaben und so Kreativprozesse erleben, die im professionalisierten Musikbetrieb allzu oft nur hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Workshop mit Schülerinnen und Schülern
Foto: Emil Zander
Videoaufnahmen des Programms "Classica Latina"
Foto: Angela van den Hoogen
Percussionist und Bassist
Foto: NRMF
Open-Air-Aufführung
Foto: Angela van den Hoogen
Streichertrio
Foto: Angela van den Hoogen

Im Rahmen der aus dem Festival hervorgegangenen Classica-Reihe stellt Anette Maiburg Länder mit ihren verschiedenen musikalischen Facetten vor. Premiere feierte das Projekt 2007 mit «Classica Cubana», das 2009 den «ECHO Preis» in der Kategorie «Klassik ohne Grenzen» verliehen bekam. Im weiteren Verlauf warf die Reihe Schlaglichter auf die Musikkulturen Argentiniens, Venezuelas, Perus, Puerto Ricos, Spaniens, Frankreichs und Brasiliens, der Balkan-Region und des Orients.

Kulturhistorisch bedeutende Spielorte des Niederrheins werden bewusst in die Konzeptfindung einbezogen, sodass die Musik konkret auf die Atmosphäre architektonischer Juwelen wie Schloss Dyck, dem Zeughaus in Neuss, der Wickrathberger Kirche in Mönchengladbach, der Stammenmühle in Nettetal, dem Tuppenhof in Kaarst, dem Rittergut Birkhof, Schloss Reuschenberg in Neuss, der Neanderkirche und dem Robert Schumann Saal in Düsseldorf oder der futuristischen Langen Foundation reagiert.

In vertrauten heimischen Landschaften entdeckt das Niederrhein Musikfestival die Künste neu und entführt das Publikum auf musikalische Reisen durch die ganze Welt und darüber hinaus!